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Motivfliese „The Old Gun-smith's Inn“ – handkolorierte englische Gassenszene mit Hufschmied, französischer Fliesenscherben mit Kreisprägung
Quadratische Fliese mit rund auslaufender Vignette: eine englische Fachwerkgasse mit Wirtshausschild „The Old Gun-smith's Inn“, Hufschmied und Pferd. Rückseitig glatte, cremeweiße Scherbe mit runder Prägemarke, Ziffern „12 / 4 / 84“ und dem Schriftzug „france“.
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Kategorien: Landschaften & Gebäude · Berufe & Alltag · Küche & Gasthaus · Französische Fliesen · Architektur
Über dieses Stück
Das Motiv zeigt eine schmale, mit unregelmäßigen Steinplatten gepflasterte Gasse: links eine Fachwerkfassade mit Sprossenfenstern, Ziegeldach und Fallrohr, davor ein sitzender Mann mit Hut und ein liegender Hund. Rechts führt eine überbaute Tordurchfahrt mit Laterne in einen hellen Hof; darunter beschlägt ein Schmied in Lederschurz den Huf eines Schimmels. Ein Fass mit Blumen und ein Blumenkasten setzen rote Farbakzente. Bildbeherrschend ist das Wirtshausschild mit der Aufschrift „The Old Gun-smith's Inn“. Die Darstellung ist als runde Vignette angelegt, die weich in den beigen, unbedruckten Fliesengrund ausläuft.
Machart: feine dunkle Kontur- und Schraffurzeichnung, darüber lasierender, aquarellartiger Farbauftrag in gedeckten Ocker-, Braun- und Ziegelrottönen. Die Oberfläche wirkt matt und leicht saugend, ohne glänzende Deckglasur; ob es sich um freie Handmalerei, um eine handkolorierte Druckkontur oder um einen mehrfarbigen Siebdruck handelt, lässt sich am Foto nicht sicher entscheiden – dafür ist eine Lupen- bzw. Streiflichtprüfung auf Rasterpunkte nötig.
Zeitliche Einordnung: Der Scherben ist gleichmäßig cremeweiß, die Rückseite glatt mit umlaufender flacher Randkehle und einer kreisrunden Prägemarke – ein industriell gepresstes Erzeugnis, wie es seit der Mitte des 20. Jahrhunderts üblich ist. Die Ziffernfolge „4“ und „84“ neben dem Markenzeichen lässt sich als Datumsangabe (April 1984) lesen, die „12“ als Format- oder Formennummer; belegt ist das nicht. Das Motiv folgt der Tradition englischer „Old Inn“- und Dorfgassen-Bildwelten, wie sie auf Postkarten und Souvenirkeramik verbreitet sind – die Fliese selbst ist nach der Prägemarke jedoch französischer Herkunft.
Zustand: Bildseite vollständig, farbfrisch, ohne erkennbare Risse oder Abplatzungen; die Kanten sind sauber. Rückseitig einzelne bräunliche Schlieren und Fleckchen (Kleber- oder Lagerspuren), an einer Kante leichte Verfärbung. Insgesamt guter, unverbauter Eindruck; Mörtelreste sind nicht erkennbar.
Zustand und Herkunft
sehr guter historischer Zustand – Kaum Spuren der Benutzung, Glasur weitgehend geschlossen.
Bildseite ohne erkennbare Risse, Abplatzungen oder Glasurabrieb; Farben frisch. Rückseitig bräunliche Schlieren und kleine Flecken an zwei Kanten, an der linken Kante leichte gelbliche Verfärbung. Keine Bohrungen, keine Mörtelreste.
Rückseite: Glatte, ungerippte Rückseite, cremeweißer bis elfenbeinfarbener Scherben, umlaufend eingezogene flache Randkehle. Mittig eine kreisrunde Prägung (Durchmesser knapp die halbe Fliesenbreite) mit einem stilisierten Buchstaben aus zwei ineinandergreifenden Rundformen – lesbar als „S“, denkbar auch „G“ oder „C“. Um das Signet herum geprägt: oben „12“, links „4“, rechts „84“, unten „france“ in Kleinbuchstaben. Keine Bohrlöcher, keine Sägeschnitte, keine Mörtelreste; nur einzelne bräunliche Schlieren und Punkte (mutmaßlich Kleber-/Lagerspuren) an Ober- und Unterkante.
Am Stück geprüft – 22. August 2026Dieses Stück lag uns vor: Maße genommen, Kanten und Glasur im Streiflicht durchgesehen, Zustand in der Hand beurteilt. Das ist eine sorgfältige Prüfung, keine Garantie – gebrauchte Ware kann Spuren tragen, die erst bei genauerem Hinsehen auffallen.
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