Art-déco-Fliesen
Geometrie, Symmetrie und klare Farbfelder. Fliesen aus den Jahrzehnten zwischen den Weltkriegen – strenger, flächiger und farbiger als der Jugendstil davor.
Zu dieser Auswahl ist derzeit nichts im Bestand.
Das Art déco löste die fließende Linie durch die Kante ab. Motive werden auf geometrische Grundformen zurückgeführt, Farben stehen als abgegrenzte Felder nebeneinander statt ineinanderzulaufen.
Woran man sie erkennt
- Strenge Ordnung: Dreiecke, Fächer, Stufenformen, gespiegelte Achsen; das Motiv ist konstruiert, nicht gewachsen
- Abgegrenzte Farbfelder mit sauberer Trennlinie statt weicher Übergänge
- Glasuren: häufig matt oder seidenmatt, oft in Senfgelb, Salbeigrün, Schwarz, Beige und gebrochenem Weiß
- Flacheres Relief als beim Jugendstil, oft nur als feine Konturkante
- Verbundmuster: viele Fliesen ergeben erst zu viert oder zu neunt das vollständige Motiv
Deshalb lohnt bei Art-déco-Ware der Blick auf die Stückzahl: Ein einzelnes Viertel eines Vierermusters ist dekorativ, ein vollständiger Satz ist etwas anderes.
