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FliesenoriginaleOriginale historische Fliesen · Katalog, Verkauf, Archiv
Blau-weiße niederländische Fliese mit Windmühle, Kirche und Spinnenkopf-Eckmotiven, Craquelé-Glasur; daneben gerippte Rückseite und Kartondöschen von A. Driessen, Rotterdam ©

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Niederländische Fliesen · HF-2026-0024

Kleine Delfter-Blau-Fliese mit Windmühlenlandschaft, Niederlande, aus der Reihe der Tegeltjes von A. Driessen Cacao & Chocolade, Rotterdam

Blau-weiße Fliese mit Windmühlenlandschaft und Spinnenkopf-Ecken, dazu das originale Kartondöschen von A. Driessen, Rotterdam. Solche Mini-Tegeltjes lagen als Beigabe in den Pralinenschachteln des Rotterdamer Kakao- und Schokoladenherstellers.

23,74 € inkl. 19 % MwSt. Verfügbar Einzelstück

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Kategorien: Niederländische Fliesen · Delfter Fliesen · Landschaften & Gebäude · Historische Werbefliesen · Architektur

Über dieses Stück

Die Schauseite zeigt eine typisch holländische Landschaft in Blaumalerei auf cremeweißem Fond: eine Erdholländer-Windmühle mit vier Flügeln und Galerie, links dahinter eine kleine Kirche mit Turmhelm zwischen Bäumen, im Vordergrund Uferbewuchs und ein Zaunstück. In allen vier Ecken sitzt das klassische Spinnenkopf-Ornament (spinnenkop), das die Fliese in die Formensprache der niederländischen Manises-/Delfter Tradition des 17./18. Jahrhunderts stellt — hier allerdings als spätere, industrielle Reminiszenz.

Machart: Weißer bis cremefarbener, dichter Scherben mit weißer, glänzender Glasur, die ein flächiges, feines Craquelé zeigt. Die Zeichnung ist gleichmäßig, mit sehr feinen, regelmäßigen Linien und ohne Pinselansätze oder Farbstauungen in den Zügen — das spricht eher für einen Umdruck (Abziehbild/Transferdruck) als für freie Handmalerei; endgültig ist das erst unter der Lupe zu klären. Die Rückseite ist rippenprofiliert, also maschinell gepresst — ein Verfahren des 20. Jahrhunderts.

Zeitkontext: Das mitgelieferte Kartondöschen trägt den Schriftzug "a. Driessen — Rotterdam - Holland", das Wappenlogo mit den verschlungenen Initialen sowie "OPGERICHT 1824 ESTABLISHED"; auf der Unterseite (spiegelbildlich sichtbar) "Driessen chocolade". A. Driessen war ein bedeutender Rotterdamer Kakao- und Schokoladenhersteller, 1871 Hoflieferant; die Fabrik wurde 1935 von Kwatta in Breda übernommen, der Markenname blieb erhalten. Die kleinen Delfts-blauen Tegeltjes in Driessen-Schachteln sind auf dem niederländischen Sammlermarkt als Werbebeigabe geläufig (Döschen von rund 12,5 x 12,5 cm mit 18 Fliesen von 4 x 4 cm), zeitlich am ehesten in die Jahrzehnte um die Mitte des 20. Jahrhunderts zu stellen.

Zustand: Glasur mit durchgehendem Craquelé, wenige dunkle Punkte und leichte Verfärbungen im Weiß, an der rechten Kante eine kleine, alte Glasurfehlstelle/Randabplatzung. Keine Mörtel- oder Kleberreste, keine Bohrlöcher oder Sägeschnitte — das Stück war nicht verlegt.

Zustand und Herkunft

Craquelé

Flächiges Craquelé der Glasur, punktuelle dunkle Einschlüsse und leichte Vergrauung, an der rechten Kante eine kleine Glasur-/Randabplatzung, Rückseitenkanten leicht bestoßen. Dekor vollständig und gut lesbar.

Rückseite: Unglasierter, weiß bis cremefarbener dichter Scherben; parallele, gerade Längsrippen (etwa sechs Stege) aus dem Pressverfahren, Ränder leicht bestoßen und mit kleinen Materialausbrüchen. Keine Marke, kein Stempel, keine Prägung von Buchstaben oder Zahlen erkennbar. Keine Mörtel-, Zement- oder Kleberreste, keine Bohrungen.

ungeprüft

Noch nicht geprüftDie Angaben zu diesem Stück sind noch nicht am Objekt überprüft. Sie beruhen auf Recherche und Einschätzung – ohne Gewähr.

Quellen und Vergleichsstücke:
https://www.marktplaats.nl/l/antiek-en-kunst/q/chocolade+doos/
https://www.marktplaats.nl/q/delfts+blauwe+tegeltjes/
https://www.worthpoint.com/worthopedia/dutch-tile-driessen-chocolate-box-478675980
https://www.worthpoint.com/worthopedia/tiles-rotterdam-holland-driessen-494322046

Mögliche Zuordnungen 5 Kandidaten · keiner davon belegt
Werbebeigabe (Tegeltje) aus einer Pralinenschachtel von A. Driessen, Rotterdam Betrifft die Serie Einschätzung: wahrscheinlich
Dafür spricht: Das beiliegende Kartondöschen ist eindeutig als Driessen-Verpackung lesbar (Rotterdam - Holland, opgericht 1824); Museum Rotterdam und die niederländische Firmenliteratur belegen A. Driessen als Rotterdamer Kakao-/Schokoladenfabrik mit ausgeprägter Reklametradition (Sammelkarten, Blechdosen).
Dagegen spricht: Kein Nachweis in Museums- oder Herstellerarchiven, dass genau diese Fliese aus dieser Schachtel stammt; die Fliese ist unmarkiert, die Zusammengehörigkeit von Döschen und Fliese ist nicht belegbar, sondern nur durch die Aufbewahrung überliefert.
Mini-Format um 4 x 4 cm (Schachtelfliese) statt größerer Wandfliese Betrifft die Datierung Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Marktplatzbeschreibungen nennen für Driessen-Schachteln von ca. 12,5 x 12,5 cm einen Inhalt von 18 Fliesen zu 4 x 4 cm; die Bildproportion von Fliese und Döschen passt dazu.
Dagegen spricht: Im Foto fehlt jeder Maßstab; das Döschen ist separat aufgenommen. Ein 13-x-13-cm-Wandfliesen-Format lässt sich anhand der Bilder nicht ausschließen.
Herstellung in einer niederländischen Fliesenfabrik des 20. Jahrhunderts (z. B. Delft/Utrecht/Maastricht-Umfeld) Betrifft die Hersteller Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Rippenrücken, dichter weißer Scherben und Delfter Dekorrepertoire entsprechen der industriellen niederländischen Fliesenproduktion des 20. Jahrhunderts.
Dagegen spricht: Keine Marke, kein Stempel, keine Modellnummer — eine Firmenzuweisung ist ohne Musterbuchvergleich nicht möglich.
Entstehung nach 1935 unter der Marke Driessen (Kwatta-Zeit), Jahrzehnte um die Jahrhundertmitte Betrifft die Datierung Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Wikipedia und Museum Rotterdam belegen die Übernahme von A. Driessen durch Kwatta 1935 bei Fortführung des Markennamens; Typografie und Farbigkeit des Kartons wirken nachkriegszeitlich.
Dagegen spricht: Kein datiertes Vergleichsstück in einer Sammlung gefunden; Verpackungsgestaltung allein erlaubt keine sichere Jahresangabe. Der Karton nennt 1824, die Literatur den Betriebsbeginn 1820 — die Jahreszahl ist Firmenwerbung, kein Datierungsmerkmal.
Antike Delfter Fliese des 17./18. Jahrhunderts Betrifft die Datierung Einschätzung: eher nicht
Dafür spricht: Dekortyp (Landschaft mit Mühle, Spinnenkopf-Ecken) und Craquelé erinnern an das historische Vorbild.
Dagegen spricht: Rückseite maschinell gerippt, Scherben weiß und dicht, Linienführung drucktypisch gleichmäßig — beides schließt eine handgemalte Fayencefliese des 17./18. Jahrhunderts praktisch aus.
Diese Zuordnungen sind Arbeitsstände, keine Zusicherungen. Wer zu einer davon etwas Belastbares beitragen kann, darf sich gerne melden — die Angaben werden dann hier ergänzt.
23,74 €HF-2026-0024 · verfügbar
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Andreas Kirchner, Ansprechpartner für historische Fliesen
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Delfter-Blau-Fliese Windmühle, Driessen Rotterdam HF-2026-0024 · 23,74 €

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