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FliesenoriginaleOriginale historische Fliesen · Katalog, Verkauf, Archiv
Miniaturfliese 4 x 4 cm mit blau gemaltem Dreimaster und Ochsenkopf-Ecken, daneben gerippte Rückseite und Schachtel A. Driessen Rotterdam Holland ©

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Maritime Fliesen · HF-2026-0017

Miniatur-Fliese 4 × 4 cm, Dreimaster in Blaumalerei — Beigabe der Bonbonschachtel A. Driessen, Rotterdam

Kleine Delfter-Blau-Fliese von 4 × 4 cm mit Dreimaster und Ochsenkopf-Ecken, wie sie in den Bonbonschachteln der Rotterdamer Schokoladenfabrik A. Driessen beilagen. Die zugehörige Originalschachtel mit dem Firmenschriftzug ist mitabgebildet.

23,74 € inkl. 19 % MwSt. Verfügbar Einzelstück

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Kategorien: Maritime Fliesen · Niederländische Fliesen · Delfter Fliesen · Historische Werbefliesen

Über dieses Stück

Die Schauseite zeigt einen Dreimaster in Backbordansicht auf leichter Dünung, mit gerefften und gesetzten Segeln, Wimpel am Großmast und stilisierten Wolken- und Wellenbändern am unteren Bildrand. In allen vier Ecken sitzt ein Eckmotiv aus vier Punkten mit Bogen — die verkleinerte Fassung des klassischen "Ochsenkopfs" der niederländischen Fliesenmalerei des 17./18. Jahrhunderts. Die Zeichnung ist zügig und dünn in Kobaltblau auf weißer Zinnglasur-Optik aufgetragen, mit deutlichem Pinselduktus und leicht verlaufenen Konturen; ein Transfer- oder Siebdruckraster ist auf dem Foto nicht zu erkennen, weshalb Handmalerei oder ein sehr feiner, handnachgezogener Druck in Frage kommt.

Das Format von 40 × 40 × 6 mm ist kein Baumaß, sondern das einer Beigabe- oder Souvenirfliese. Die Rückseite ist gleichmäßig gerippt und ohne Marke, der Scherben cremeweiß bis weiß und feinkörnig — ein maschinell gepresstes Steingut-Plättchen. Die Rippung diente hier weniger dem Mörtelhaft als der Materialersparnis und der gleichmäßigen Trocknung; verlegt war das Stück nie, Mörtelreste, Bohrungen oder Sägeschnitte fehlen.

Der Zeitkontext ergibt sich aus der dritten Abbildung: der Schachteldeckel trägt den Schriftzug "A. Driessen — Rotterdam - Holland — Opgericht 1824 — Established" und seitlich "Driessen chocolade". A. Driessen war eine der bekannten niederländischen Kakao- und Schokoladenfabriken; Sammler- und Verkaufsbeschreibungen berichten übereinstimmend, dass solchen Bonbonschachteln kleine Delfter-Blau-Fliesen von 4 × 4 cm mit typisch holländischen Motiven — Mühlen, Segelschiffe, Tiere, Figuren — beigelegt wurden. Die Gestaltung der Schachtel mit Wappenlogo und Schreibschriftzug spricht für die Zeit zwischen den 1930er und 1950er Jahren.

Zustand: durchgehendes, feines Craquelé über die gesamte Glasurfläche, an einer Stelle rechts oben ein etwas kräftigerer, dunkler nachgezeichneter Glasurriss. Kanten und Ecken wirken vollständig, kein Ausbruch am Scherben erkennbar. Die Blaumalerei ist kräftig und nicht abgerieben. Die Ausschnitte der Fotos lassen nicht beurteilen, ob der Riss nur die Glasur oder auch den Scherben betrifft.

Zustand und Herkunft

Craquelé

Feines, flächendeckendes Craquelé; rechts oben ein deutlicher, dunkel nachgezeichneter Glasurriss über etwa ein Drittel der Höhe. Keine Randabplatzungen oder Fehlstellen erkennbar, Bemalung ungerieben. Ob der Riss durch den Scherben geht, ist am Foto nicht zu beurteilen.

Rückseite: Unmarkiert. Gleichmäßige, senkrechte Rippenstruktur über die volle Breite (sechs Stege), Ränder glatt umlaufend. Scherben cremeweiß, feinkörnig, mit vereinzelten dunklen Einsprengseln. Keine Stempel, Zahlen oder Buchstaben, keine Mörtel- oder Kleberreste, keine Bohrungen oder Sägeschnitte — das Stück war nie verlegt.

ungeprüft

Noch nicht geprüftDie Angaben zu diesem Stück sind noch nicht am Objekt überprüft. Sie beruhen auf Recherche und Einschätzung – ohne Gewähr.

Quellen und Vergleichsstücke:
https://www.marktplaats.nl/q/delfts+blauwe+tegeltjes/
https://www.etsy.com/listing/1737554803/giftbox-of-driessen-chocolate-rotterdam

Mögliche Zuordnungen 5 Kandidaten · keiner davon belegt
Beigabe-Fliese aus Bonbonschachteln der Firma A. Driessen, Rotterdam Betrifft die Serie Einschätzung: wahrscheinlich
Dafür spricht: Die mitfotografierte Originalschachtel trägt Firmenlogo und Schriftzug von A. Driessen; Format und Machart entsprechen den in Sammlerkreisen beschriebenen 4-×-4-cm-Tegeltjes aus diesen Schachteln. A. Driessen ist als bedeutende Rotterdamer Kakao- und Schokoladenfabrik quellenmäßig gut belegt (u. a. Museum Rotterdam, Stadsarchief Rotterdam).
Dagegen spricht: Die Fliese selbst trägt keinerlei Marke oder Firmenhinweis; die Zusammengehörigkeit von Schachtel und Fliese ist nur durch die Präsentation des Verkäufers gegeben. Ein Museums- oder Archivbeleg, der genau dieses Schiffsmotiv als Driessen-Beigabe dokumentiert, wurde nicht gefunden.
Datierung 1930er bis 1950er Jahre Betrifft die Datierung Einschätzung: wahrscheinlich
Dafür spricht: Schriftbild und Wappenlogo der Schachtel sowie das maschinell gepresste Steingut mit Rippenrückseite passen in diese Zeit; die Firma A. Driessen wurde 1935 von Kwatta übernommen, die Marke aber weitergeführt.
Dagegen spricht: Ohne Datumsangabe auf Schachtel oder Fliese bleibt die Eingrenzung ein Rückschluss aus Aufmachung und Technik; eine Herstellung noch in den 1960er Jahren ist nicht auszuschließen.
Niederländische Fliesenfabrik als Zulieferer (z. B. Westraven/Utrecht, Makkum/Tichelaar, De Porceleyne Fles) Betrifft die Hersteller Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Diese Betriebe stellten im 20. Jahrhundert in großem Umfang Fliesen im altholländischen Dekor her, teils auch als Souvenir- und Kleinformate; Westraven bezog zeitweise Biskuitfliesen von Dritten und bemalte sie in Utrecht.
Dagegen spricht: Kein Rückstempel, keine Signatur, kein Musterbuchbeleg für dieses Kleinformat. Reine Möglichkeit, kein Nachweis.
Handbemalung statt Druck Betrifft die Technik Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Sichtbarer Pinselduktus, ungleichmäßige Deckung der Blauflächen, leicht verlaufene Konturen.
Dagegen spricht: Bei einer Massenbeigabe in hoher Auflage wäre ein Druckverfahren mit anschließender Handlasur wirtschaftlicher; ein feines Raster ist in der Fotoauflösung nicht auszuschließen.
Historische Delfter Fliese des 17./18. Jahrhunderts Betrifft die Datierung Einschätzung: eher nicht
Dafür spricht: Motiv und Eckfüllung folgen dem klassischen Vorbild.
Dagegen spricht: Format 4 × 4 cm, gleichmäßige Rippenrückseite, moderner Feinsteingutscherben, fehlende Nagelspuren — technisch ausgeschlossen.
Diese Zuordnungen sind Arbeitsstände, keine Zusicherungen. Wer zu einer davon etwas Belastbares beitragen kann, darf sich gerne melden — die Angaben werden dann hier ergänzt.
23,74 €HF-2026-0017 · verfügbar
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Andreas Kirchner, Ansprechpartner für historische Fliesen
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Mini-Fliese Segelschiff, Driessen Rotterdam HF-2026-0017 · 23,74 €

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