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FliesenoriginaleOriginale historische Fliesen · Katalog, Verkauf, Archiv
Quadratische bemalte Bildfliese: Postkutsche mit Schimmel und braunem Pferd vor Fachwerkgasthaus mit Schild "The Rifleman's Inn", bellender Hund und Steinbrücke, in rundem Bildfeld auf sandfarbenem Grund ©
Englische Motivfliesen · HF-2026-0004

Handbemalte Bildplatte "The Rifleman's Inn" – Postkutsche vor Fachwerkgasthaus, England (?), um 1880–1930

Quadratische Platte mit rundem, weich auslaufendem Bildfeld: eine Zweispänner-Kutsche vor einem Fachwerkgasthaus, dessen Schild handgeschrieben "The Rifleman's Inn" trägt. Freihändige Malerei in lasierenden Erdtönen, unsigniert und ohne erkennbare Herstellermarke.

35,64 € je Stück · inkl. 19 % MwSt. Verfügbar 2 gleiche Stücke

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Kategorien: Englische Motivfliesen · Landschaften & Gebäude · Küche & Gasthaus · Tiermotive · Sonstige historische Fliesen

Über dieses Stück

Das Motiv zeigt eine von zwei Pferden – einem Schimmel und einem Braunen/Rappen – gezogene Postkutsche, die vor einem zweigeschossigen Fachwerkhaus mit rotem Ziegeldach und Rautensprossenfenstern anhält bzw. anfährt. Auf dem Kutschbock sitzt ein Kutscher mit Melone, hellem Rock und Krawatte; vorn links kauert eine helle Katze oder ein liegender Hund an der Hauswand, rechts unten springt ein weiß-brauner Terrier bellend neben den Rädern her. Rechts schließen eine Bogenbrücke mit gemauerten Bögen, ein weißer Lattenzaun und herbstlich braun getupfte Bäume die Szene ab. Am Haus hängt ein großes Wirtshausschild mit dreizeiliger, freihändig geschriebener Aufschrift "The" / "Rifleman's" / "Inn".

Die Ausführung ist eindeutig von Hand: Die Konturen sind mit dem Pinsel gezogen und stellenweise ungleichmäßig, die Farbflächen liegen dünn und lasierend übereinander, der Straßenvordergrund ist in breiten, sichtbar streifigen Zügen angelegt. Das runde Bildfeld läuft nach außen weich aus, ohne gezogene Randlinie; der Grund bleibt cremefarben-beige und unbemalt. Ob ein gedruckter Umriss (Konturdruck) hand­koloriert wurde oder alles frei gemalt ist, lässt sich am Foto nicht sicher entscheiden – einzelne Konturen wirken sehr gleichmäßig, andere deutlich freihändig. Die Oberfläche ist matt und spiegelt nicht; eine glänzende Deckglasur ist auf dem Bild nicht zu erkennen. Damit ist auch der Werkstoff nicht gesichert: Es kann sich um eine unglasiert bemalte Keramikplatte (Biskuitfliese), eine Steingut-/Keramikplatte mit Mattglasur oder ebenso gut um eine Malerei auf Karton bzw. Malpappe handeln.

Zeitlich passt das Motiv in die englische "Coaching Days"-Nostalgie, die nach dem Ende der Postkutschenära ab etwa 1880 bis in die 1930er Jahre Kacheln, Teller, Drucke und Wirtshausdekor prägte. Kleidung des Kutschers, Wagentyp, Bautypus des Fachwerkhauses und vor allem die englische Aufschrift sprechen für ein britisches Vorbild; ob das Stück selbst in England entstand oder als Kopie andernorts, ist offen. Ein bestimmter Gasthof "The Rifleman's Inn" ließ sich dem Motiv nicht zuordnen – "Rifleman"-Wirtshäuser gibt es in Großbritannien mehrfach, das dargestellte Haus ist eher ein Genre-Idealbild als ein Porträt.

Zustand nach Foto: Bildfeld vollständig und farbig gut erhalten, Grund leicht gebräunt/fleckig, links im Randbereich ein kleiner dunkler Punkt, an der oberen Kante Bereiche mit leicht abweichendem Ton. Keine Sprünge, Ausbrüche oder Fehlstellen erkennbar. Da nur eine Aufnahme vorliegt und die Rückseite fehlt, sind Randabplatzungen, Haarrisse, Marken oder Mörtelreste nicht überprüfbar.

Zustand und Herkunft

altersgemäße Gebrauchsspuren – Spuren aus Benutzung und Verlegung – bei historischer Ware der Normalfall.

Grundfläche altersbedingt gebräunt und leicht ungleichmäßig getönt; links im Randbereich ein kleiner dunkler Fleck/Punkt, entlang der Oberkante tonale Veränderungen. Malerei vollständig, keine Fehlstellen oder Sprünge im Bildfeld erkennbar. Kanten und Ecken sowie Rückseite auf dem vorliegenden Foto nicht beurteilbar.

Rückseite: Nicht dokumentiert – es liegt nur eine Aufnahme der Schauseite vor. Marken, Prägungen, Rippen-/Wabenstruktur, Scherbenfarbe sowie eventuelle Mörtel-, Kleber- oder Montagespuren konnten daher nicht geprüft werden. Für die Bestimmung von Hersteller, Werkstoff und Datierung wäre ein Foto der Rückseite entscheidend.

ungeprüft

Noch nicht geprüftDie Angaben zu diesem Stück sind noch nicht am Objekt überprüft. Sie beruhen auf Recherche und Einschätzung – ohne Gewähr.

Quellen und Vergleichsstücke:
https://collections.vam.ac.uk/item/O281511/tile-sherwin--cotton

Mögliche Zuordnungen 5 Kandidaten · keiner davon belegt
Englische Motivfliese/Bildplatte mit Postkutschenmotiv ('Coaching Days'-Thematik), um 1880–1930 Betrifft die Herkunft Einschätzung: wahrscheinlich
Dafür spricht: Englischsprachiges Wirtshausschild, typisch britischer Fachwerkbau, Bogenbrücke, Kutscherkleidung; das Sujet war in England als Kachel-, Teller- und Druckmotiv weit verbreitet (Belege für die Motivmode u. a. bei Getty Images zu 'old coaching days' Illustrationen der 1880er Jahre).
Dagegen spricht: Keine Marke, keine Signatur, keine Ortsangabe; ein englisches Motiv kann auch außerhalb Englands kopiert worden sein.
Unglasiert bzw. matt bemalte Keramikplatte (Biskuitfliese) als Malgrund für Porzellanmalerei/Hobbymalerei Betrifft die Technik Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Quadratisches, planes Format mit gleichmäßiger Stärke; matte Oberfläche; freihändige Beschriftung und Malerei sprechen für Einzelanfertigung auf einem gekauften Rohling.
Dagegen spricht: Kein Glasurglanz, keine Kantenverrundung und keine Scherbenkante erkennbar; ohne Rückseite und ohne Kantenansicht nicht zu belegen.
Malerei auf Karton/Malpappe (Aquarell bzw. Gouache), kein Keramikstück Betrifft die Technik Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Papierartig wirkende, matte, leicht faserige Oberfläche; typische Bräunung und Fleckenbildung wie bei Papier; weich auslaufender Farbrand ohne Glasurbegrenzung; das kleine dunkle Pünktchen links ähnelt Stockflecken.
Dagegen spricht: Die Platte wirkt steif und dick mit sauberen Kanten; ohne Kantenansicht oder Maßangabe nicht zu entscheiden.
Handkolorierter Konturdruck (printed & tinted) auf Fliese, wie im späten 19. Jh. in England üblich Betrifft die Technik Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Einige Konturen (Kutschenkasten, Rad, Geschirr, Zaun) wirken auffallend gleichmäßig und feiner als die übrige Malerei; das Verfahren 'printed and tinted' ist für viktorianische Motivfliesen dokumentiert (u. a. Victorian Ceramics, Shropshire).
Dagegen spricht: Das Wirtshausschild ist eindeutig freihändig beschriftet, was gegen eine serielle Druckvorlage spricht; ein Rasterdruck ist in der Bildauflösung nicht nachweisbar.
Zugehörigkeit zu einer benannten Serie (z. B. Postkutschen-/Gasthausfolgen englischer Fliesenhersteller wie Minton Hollins, Maw & Co., Josiah Wedgwood) Betrifft die Serie Einschätzung: eher nicht
Dafür spricht: Solche Hersteller gaben nachweislich mehrteilige Genre-Serien heraus (bei Wedgwood z. B. die sechsteilige Folge 'An Eventful Day's Fishing', um 1875–1880).
Dagegen spricht: Kein Serientitel, keine Nummer, keine Marke am Stück; die Ausführung ist individuell statt seriell. Zu 'The Rifleman's Inn' als Fliesen- oder Serienmotiv war nichts auffindbar.
Diese Zuordnungen sind Arbeitsstände, keine Zusicherungen. Wer zu einer davon etwas Belastbares beitragen kann, darf sich gerne melden — die Angaben werden dann hier ergänzt.
35,64 €HF-2026-0004 · verfügbar · 2 Stück
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  • Ehrliche ZustandsbeschreibungJede Abplatzung, jeder Haarriss ist beschrieben und fotografiert.
  • Zusätzliche AufnahmenRückseite, Kanten, Details – wir fotografieren nach, was Sie sehen möchten.
  • Sicherer VersandHistorische Keramik wird einzeln gepolstert und im Karton verkeilt.
  • Reservierung möglichWir legen ein Stück auf Wunsch unverbindlich zurück.
Andreas Kirchner, Ansprechpartner für historische Fliesen
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Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr. Kein Ladengeschäft – Besichtigung nach Absprache.

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Historische Fliese "The Rifleman's Inn", Postkutschenmotiv HF-2026-0004 · 35,64 € · 2 Stück verfügbar
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