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"The Dover Inn" – kolorierte Bleistift-/Aquarellzeichnung auf Karton, Gassenszene mit altem Seemann
Rundformatige, koloriert ausgeführte Zeichnung einer engen Hafengasse mit dem Wirtshausschild "THE DOVER INN" – augenscheinlich ein Werkentwurf für ein rundes Bildfeld (Fliese, Teller oder Buchillustration), kein gebranntes Keramikstück.
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Kategorien: Englische Motivfliesen · Maritime Fliesen · Küche & Gasthaus · Landschaften & Gebäude · Sonstige historische Fliesen
Über dieses Stück
Das Motiv zeigt eine enge, kopfsteingepflasterte Gasse einer englischen Hafenstadt. Im Vordergrund steht ein alter Mann mit weißem Haar und Vollbart, in dunkelgrüner Schoßjacke mit Messingknöpfen, heller Hose, loser Halsbinde; in der Rechten hebt er mahnend den Zeigefinger, in der Linken hält er Stock und einen rötlichen Schlapphut. Rechts das Erkerfenster eines Ladens oder Gasthauses mit vorkragendem Fachwerk und dem Ausleger "THE DOVER INN", links ein dunkler Torbogen mit angelehnten Riemen, Weidenkörben und Bündeln. Im Bildhintergrund öffnet sich der Blick auf Wasser mit rotbraunen Segeln, einen Leuchtturm oder Bakenbau und eine zweite, kleinere Figur, die an Kisten arbeitet. Die maritime Staffage und die Figurentype erinnern an die englische Dickens-Illustrationstradition (Typus des alten Seemanns/Fischers), ohne dass sich eine Romanfigur belegen ließe.
Technisch handelt es sich nach dem Bildbefund nicht um eine glasierte Keramik, sondern um eine Handzeichnung: Bleistift- bzw. Farbstiftschraffur mit lasierender Wasserfarbe, ausgeführt auf sandfarbenem, leicht genarbtem Karton oder Zeichenpapier auf Träger. Charakteristisch sind der weich verwischte, kreisrund auslaufende Bildrand mit angelegtem Schlagschatten, die trockene Stiftstruktur in den Schatten und das Fehlen jeglichen Glanzes, Craquelés oder Glasurzuges. Das runde Bildfeld auf quadratischem Blatt spricht für einen Gestaltungsentwurf für ein rundes Dekorfeld – etwa eine Bildfliese, eine Tellerfahne oder eine gedruckte Vignette.
Stilistisch passt die Arbeit in die erste Hälfte bis Mitte des 20. Jahrhunderts: die zeichnerisch-illustrative, leicht karikierende Figurenauffassung, die zurückhaltend gebrochene Farbigkeit und die grafische Reduktion sind typisch für englische Gebrauchsgrafik und Dekorentwürfe der 1920er bis 1950er Jahre. Eine Signatur, Datierung, Werkstattnotiz oder Serienbezeichnung ist auf der gezeigten Ansicht nicht zu erkennen; damit bleibt die Zuschreibung an einen Zeichner oder eine Manufaktur offen.
Zustand nach Foto: Blatt vollständig, Darstellung durchgehend, Farben gleichmäßig und ohne erkennbaren Ausbruch. Der Träger ist gebräunt bzw. tonfarben, an der oberen rechten Ecke zeichnet sich ein kleiner heller Fleck oder eine Papierabschürfung ab, die Kanten wirken leicht bestoßen. Eine Rückseite liegt nicht vor, sodass Klebe-, Montage- oder Stempelspuren nicht beurteilt werden können.
Zustand und Herkunft
guter historischer Zustand – Alterspuren vorhanden, das Motiv ist vollständig erhalten.
Träger gebräunt/tonfarben, oben rechts kleiner heller Fleck bzw. Oberflächenabschürfung, Kanten leicht bestoßen. Keine Fehlstellen im Bildfeld erkennbar. Bruch-, Riss- oder Glasurschäden nicht feststellbar, da es sich nach Bildbefund nicht um Keramik handelt.
Rückseite: Nicht abgebildet. Es liegt nur eine Aufnahme der Schauseite vor; Marken, Stempel, Rippen-/Wabenstruktur, Scherbenfarbe, Mörtel- oder Kleberreste lassen sich daher nicht beurteilen. Auf der Vorderseite ist der Träger sandfarben-tonig, matt und faserig – ein Hinweis auf Karton/Papier statt auf einen keramischen Scherben.
Noch nicht geprüftDie Angaben zu diesem Stück sind noch nicht am Objekt überprüft. Sie beruhen auf Recherche und Einschätzung – ohne Gewähr.
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