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FliesenoriginaleOriginale historische Fliesen · Katalog, Verkauf, Archiv
Handbemalte Fliese im Delfter Stil mit Mann in blauer Jacke, grünem Hut und ockerfarbener Kniebundhose, blaue Eckmotive, craqueliertes weißes Glasurfeld ©

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Niederländische Fliesen · HF-2026-0021

Handbemalte Fliese im Delfter Stil, Mann mit langstieligem Gerät, polychrom, 20. Jahrhundert

Quadratische, von Hand bemalte Fliese mit einer Männerfigur in blauer Jacke und grünem Hut, gerahmt von blauen Eckmotiven. Die maschinell gerippte Rückseite weist die Fliese als Arbeit des 20. Jahrhunderts im Delfter Stil aus, nicht als altniederländische Fliese.

23,74 € inkl. 19 % MwSt. Verfügbar Einzelstück

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Kategorien: Niederländische Fliesen · Delfter Fliesen · Berufe & Alltag · Historische Wandfliesen · Sonstige historische Fliesen

Über dieses Stück

Die Schauseite zeigt eine einzelne Männerfigur in Schrittstellung: grüner Hut mit Krempe, blaue Jacke, ockerfarbene Kniebundhose, dazu ein langstieliges Gerät mit breitem, ausgefranstem Kopf, das der Mann schräg nach unten führt. Unter den Füßen liegt ein blauer, wellig gezogener Bodenstrich. Ob es sich um einen Besenkehrer, einen Bauern mit Rechen oder um einen Kolf-/Golfspieler handelt, lässt sich am Foto nicht sicher entscheiden – die Silhouette des Geräts ist zu unscharf. In den vier Ecken sitzen kleine blaue Eckmotive, wie sie in der niederländischen Fliesentradition als Ochsenkopf- bzw. Lilienvariante geläufig sind.

Die Malerei ist von Hand ausgeführt: sichtbare Pinselansätze, ungleichmäßige Deckung in den Flächen, leicht zitternde Konturen, kein Rasterpunkt und keine Druckkante. Verwendet sind Blau, Grün und ein braun-ockerfarbener Ton auf weißer, zinnglasurartig wirkender Deckglasur. Über die gesamte Schauseite zieht sich ein feines, bräunlich abgesetztes Craquelé-Netz, das den Fond deutlich strukturiert.

Entscheidend für die Einordnung ist die Rückseite: Sie ist maschinell geformt, mit gleichmäßig parallel verlaufenden Rippen bzw. Rillen und weißlich-cremefarbenem, kalkig wirkendem Scherben. Historische niederländische Fliesen des 17. und 18. Jahrhunderts haben eine flache, handgeformte Rückseite mit Formsandspuren und rötlich-gelbem Ton. Die geriefte Rückseite ist ein Merkmal industrieller Fliesenfertigung des 20. Jahrhunderts. Das Stück ist damit als handbemalte Fliese im historischen Vorbild zu verstehen, nicht als altes Original.

Das dritte Bild zeigt keinen Bestandteil der Fliese, sondern einen alten Verpackungskarton der Rotterdamer Kakao- und Schokoladenfabrik A. Driessen, in dem das Stück offenbar aufbewahrt wurde. Er belegt eine niederländische Provenienzgeschichte der Aufbewahrung, jedoch keinerlei Herstellerbezug zur Fliese. Zustand insgesamt gut: keine erkennbaren Brüche, Randbereiche wirken vollständig, das Craquelé prägt das Bild.

Zustand und Herkunft

Craquelé

Durchgehendes, bräunlich abgesetztes Craquelé-Netz über die gesamte Schauseite. Kleine dunkle Punkte und Glasurunruhen im Fond. Keine Brüche, Haarrisse im Scherben oder größeren Randabplatzungen erkennbar; kleinere Kantenunregelmäßigkeiten sind fotografisch nicht sicher auszuschließen. Rückseite sauber, ohne Mörtelreste.

Rückseite: Maschinell geformte Rückseite mit etwa sechs bis sieben gleichmäßig parallel laufenden Rippen/Rillen über die gesamte Fläche. Scherben weiß bis cremeweiß, kalkig-matte, leicht raue Oberfläche. Keine Stempel, Prägungen, Zahlen, Buchstaben oder Herstellerzeichen erkennbar. Keine Mörtel- oder Kleberreste, keine Bohrlöcher, keine Sägeschnitte – ein Hinweis darauf, dass die Fliese nicht verlegt war.

ungeprüft

Noch nicht geprüftDie Angaben zu diesem Stück sind noch nicht am Objekt überprüft. Sie beruhen auf Recherche und Einschätzung – ohne Gewähr.

Quellen und Vergleichsstücke:
https://www.regtsdelfttiles.com/antique-delft-tile-with-a-golf-player-in-blue-17th-century.html
https://museumrotterdam.nl/verhalen/made-in-rotterdam/cacaofabriek-a-driessen/
https://www.spijkertegels.nl/vals-neppers-replica-s
https://www.1stdibs.com/buy/antique-dutch-tiles-tiles/
https://www.etsy.com/listing/1065533673/dutch-delft-tile-polychrome-ship-with

Mögliche Zuordnungen 5 Kandidaten · keiner davon belegt
Niederlande, handbemalte Fliese im Delfter Stil, 20. Jahrhundert Betrifft die Herkunft Einschätzung: wahrscheinlich
Dafür spricht: Ikonografie und Eckmotive folgen der niederländischen Fliesentradition; niederländische Fachseiten und Sammlungsbeiträge dokumentieren, dass Figuren- und Tiertegels bis weit ins 20. Jahrhundert als Replik und Souvenirware von Hand nachbemalt wurden. Der beiliegende Karton stammt aus Rotterdam.
Dagegen spricht: Kein Stempel, keine Marke, keine Maßangabe. Der Karton ist Verpackung, kein Herkunftsnachweis. Vergleichbare Stilfliesen wurden auch außerhalb der Niederlande (u. a. Portugal, Spanien, Deutschland) gefertigt.
Datierung ca. zweites Drittel 20. Jahrhundert (etwa 1930–1970) Betrifft die Datierung Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Maschinell gerippte Rückseite und weißer, kalkiger Industriescherben; niederländische Sammlerliteratur ordnet Repliken mit fabrikmäßiger Rückseite und handbemalter Schauseite dem 20. Jahrhundert zu.
Dagegen spricht: Ohne Marke, Dicke und Kantenprofil ist keine engere Datierung belegbar; die Spanne bleibt eine Schätzung.
Motiv: Kolf-/Golfspieler nach historischem Vorbild Betrifft die Serie Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Kolfspieler gehören zum festen Bestand niederländischer Fliesenmotive und sind in Sammlungen und Fachhandel als eigene Motivgruppe dokumentiert; die Haltung mit schräg geführtem Stiel passt dazu.
Dagegen spricht: Der Gerätekopf wirkt breit und besenartig, nicht wie ein Kolfschläger; ebenso möglich sind Besen, Rechen oder Sense. Keine Beschriftung, die die Serie benennt.
Motiv: Handwerker/Bauer aus einer Berufe- oder Alltagsserie Betrifft die Serie Einschätzung: denkbar
Dafür spricht: Kleidung und Arbeitshaltung entsprechen dem Typus der Ambachten-/Berufedarstellungen, die in niederländischen Fliesenserien verbreitet sind.
Dagegen spricht: Kein Serientitel, keine Nummer, kein Vergleichsblatt aus einem Musterbuch gefunden.
A. Driessen, Rotterdam (Kakao- und Schokoladenfabrik) als Auftraggeber/Werbebezug Betrifft die Hersteller Einschätzung: eher nicht
Dafür spricht: Der Karton nennt „A. DRIESSEN / ROTTERDAM – HOLLAND / OPGERICHT 1824 ESTABLISHED“; das Museum Rotterdam bewahrt ein Fliesentableau aus der Kakaofabrik Driessen (Inv. 92205).
Dagegen spricht: Die Fliese selbst zeigt keinerlei Firmenbezug, kein Kakao- oder Werbemotiv, keine Marke. Der Karton diente ersichtlich nur der Aufbewahrung. Eine Zuschreibung wäre reine Spekulation.
Diese Zuordnungen sind Arbeitsstände, keine Zusicherungen. Wer zu einer davon etwas Belastbares beitragen kann, darf sich gerne melden — die Angaben werden dann hier ergänzt.
23,74 €HF-2026-0021 · verfügbar
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Andreas Kirchner, Ansprechpartner für historische Fliesen
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Fliese Mann mit Gerät, Delfter Stil, polychrom HF-2026-0021 · 23,74 €

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